Wiesbaden, 28.08.2026
Seelsorge in der Region neu denken
„Seelsorge der Zukunft“ – mit diesem Thema hat sich die Pastoralkonferenz der Katholischen Region Wiesbaden | Rheingau | Taunus am Dienstag, 25. August 2026, in Maria Hilf beschäftigt. Im Mittelpunkt stand die Frage, wie Seelsorge unter veränderten gesellschaftlichen und kirchlichen Rahmenbedingungen in der Region künftig gestaltet werden kann. Das Thema gehört zu den fünf strategischen Kernthemen des Strategieprozesses im Bistum Limburg.
Begrüßt wurden die Pastoralteams und Mitarbeitenden aus den Einrichtungen und aus der Territorialseelsorge von Regionalleiter Jürgen Otto. Es gehe an dem Tag darum, die Seelsorge in der Region gemeinsam zukunftsfähig zu gestalten und neu zu denken, kündigte Otto an.
Erfahrungsaustausch aus der Praxis
Susanne Gorges-Braunwarth, Leitung Seelsorge und Entwicklung im Bistum Limburg, führte in das Thema ein und informierte über ein diözesanes Hearing zum Thema „Seelsorge der Zukunft“, in dem Seelsorgende, Haupt- und Ehrenamtliche aus den fünf Regionen des Bistums ihre Sichtweisen und Erfahrungen aus der Praxis ausgetauscht und eingebracht haben. Eckpunkte eines Seelsorgeverständnisses wurden formuliert, die wiederum Ende Oktober noch einmal in einem größeren Rahmen diskutiert werden sollen.
In der anschließenden Diskussion wurde darauf hingewiesen, dass man zwischen den Herausforderungen in der Stadt und auf dem Land unterscheiden müsse. Der Aspekt der Vernetzung wurde mehrfach hervorgehoben. Jürgen Otto verwies in diesem Zusammenhang auf die Bedeutung der Ökumene, die mit den Zusammenschlüssen der Gemeinden in Delkenheim und Klarenthal bereits neue Wege gehe.
Versstraße zum Leitbild
Im Anschluss ging es in die Kirche Maria Hilf. Hier beschäftigte sich die Runde mit dem Leitbild des Bistums. Aus den 19 Wörtern hatten die Moderatoren Melanie Gossmann und Steffen Hollmann eine Versstraße aus vielen Zetteln gelegt. In Kleingruppen wurden die Begriffe diskutiert – vor allem welche Bedeutung sie für die Seelsorge in der Region haben.
Nach dem Mittagessen wurde dann noch einmal in Kleingruppen über neue Formen der Seelsorge und Kooperationsmöglichkeiten gesprochen, unter anderem in den Bereichen Familienpastoral, Jugendarbeit und Ökumene. Am Ende stand die Erkenntnis, dass Seelsorge sich verändern muss – im Rahmen des Veränderungsprozesses des Bistums, aber auch aus den konkreten Erfahrungen vor Ort heraus.