Rechter Terror in Hessen
Die Jahre 2019 und 2020 — mit dem Mord an Dr. Walter Lübcke und dem Attentat von Hanau — stellen einen traurigen Höhepunkt in der Geschichte rechter Gewalt in Hessen dar. Doch rechter Terror ist kein neues Phänomen. Er zieht sich wie ein roter Faden durch die Geschichte Hessens. Dies haben die Politikwissenschaftler*innen Sascha Schmidt und Yvonne Weyrauch in ihrem Buch „Rechter Terror in Hessen“ umfassend dargestellt.
Seit Gründung des Bundeslandes haben mindestens 20 Menschen durch brutale rechte Gewalt ihr Leben verloren. Auf Grundlage der Recherchen zu ihrem Buch haben die Autor*innen nun eine Ausstellung
konzipiert, die rechten Terror in seinen unterschiedlichen Facetten beschreibt. Die von dem Fotografen Mark Mühlhaus bebilderten Exponate zeigen ausgewählte Fälle schwerster rechter Gewalttaten aus allen hessischen Regionen seit Bestehen des Bundeslandes. Die Fotografien machen deutlich: An den meisten Orten erinnert nichts an die schrecklichen Gewalttaten.
Die Ausstellung ist ein Projekt des DGB-Bildungswerks Hessen und wird von der Hessischen Landeszentrale für politische Bildung gefördert.