Wiesbaden, 21.02.2026

Singen für Demokratie

Rund 250 Menschen stimmen auf dem Dernschen Gelände in Wiesbaden Lieder zu Freiheit, Frieden und Demokratie an

Trotz des Busstreiks und trüber Wetterlage füllte sich am frühen Freitagabend das Dernsche Gelände, so dass die 200 Liedzettel rasch vergriffen waren und die Menschen beim Singen ein wenig enger zusammenrücken mussten, um gemeinsam auf die Texte blicken zu können. Das Wiesbadener Bündnis für Demokratie, dem die Katholische Region Wiesbaden | Rheingau | Taunus angehört, hatte zum „Singen für Demokratie“ eingeladen. Viele schauten vorbei, um auf diese Weise ihre Stimme für Vielfalt und Zusammenhalt zu erheben. Mit Blick auf die anstehenden Kommunalwahlen wünschte sich das Bündnis, dass alle Sängerinnen und Sänger auf fröhlich-ermutigende Weise erleben: Jede Stimme zählt!

Die Lieder reichten vom Popsong bis zum Volkslied. Vorbereitet hatten das offene Singen Mariam Janowski von der Alt-Katholischen Gemeinde und Jürgen Otto, Leitung der Katholischen Region Wiesbaden | Rheingau | Taunus, sowie Regionalkantor Roman Bär, der die Sängerinnen und Sänger  am E-Piano mit viel Verve souverän begleitete. Gesangliche Unterstützung gab es vom „Songs und Evergreens“-Team der Pfarrei St. Birgid.

Ein Lied, das Mut macht

Liebevoll anmoderiert und angestimmt wurden Klassiker wie „Die Gedanken sind frei“, „Bella Ciao“ oder „Freude, schöner Götterfunken“. Gesungen wurden aber auch ein Lied der Ärzte und eine Eigenkomposition von Roman Bär. Die eingängige Melodie des Refrains „Lass zu deinem Zweifel nun auch den Mut in deinen Sinn. Menschen in ihrer Vielfalt sind unsere Stärke, unser Gewinn“ wurde mit festen Stimmen mitgesungen. „Dieses Lied will Mut machen und anstecken“, erklärte Dr. Astrid Scheit vom „Songs und Evergreens“-Team.

Über die positive Resonanz freute sich Jürgen Otto sehr. „Man spürt, dass viele, mit Freude erfüllt, nach Hause gehen.“ Einige hätten sich nach dem Singen sogar für die Aktion bedankt, so Otto. „Es ist schön zu spüren: auch meine Stimme zählt“, sagte Otto.

Anne Goerlich-Baumann

Redakteurin | Kommunikation und Öffentlichkeitsarbeit

Wiesbadener Bündnis für Demokratie

Im Wiesbadener Bündnis für Demokratie sind zahlreiche Organisationen, Verbände und Parteien und Akteure der Wiesbadener Zivilgesellschaft zusammengeschlossen.

Sie bekennen sich zu freiheitlichem Denken und Handeln, Rechtsstaatlichkeit, Meinungsvielfalt, Minderheitenschutz, wechselseitigem Respekt und gewaltfreiem Miteinander. Sie treten dafür ein, dass in der Stadt die Menschenrechte und freiheitlich-demokratischen Traditionen geachtet werden und dass neonazistischen, rassistischen und anderen antidemokratischen Gedanken und Ideologien nicht widerspruchslos Agitationsmöglichkeiten eingeräumt werden.

Das 2013 gegründete Bündnis ruft ausschließlich zu friedlichen und gewaltfreien Aktionen auf, illegale Aktionen unterstützt das Bündnis nicht.

(Bündnis für Demokratie: Dekanat Wiesbaden)

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